Ankommen braucht Zeit.

Vertrauen aufbauen

Eine gute Eingewöhnung ist die Grundlage für eine vertrauensvolle Betreuung. Jedes Kind bekommt die Zeit, die es braucht, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Gemeinsam mit den Eltern gestalten wir diesen wichtigen Übergang Schritt für Schritt.

Eine Eingewöhnung lässt sich nicht nach einem festen Zeitplan erzwingen. Manche Kinder brauchen länger, andere finden schneller Vertrauen. Beides ist vollkommen in Ordnung.

Ich orientiere mich am Berliner Modell und gestalte die Eingewöhnung Schritt für Schritt und bedürfnisorientiert. Erst wenn sich Kind und Bezugsperson bereit fühlen, beginnen wir mit kurzen Trennungen. Diese werden langsam und entsprechend dem Kind verlängert. Hierbei ist die Eingewöhnungszeit so individuell wie jedes Kind. Im Schnitt würde ich sagen, dass eine Eingewöhnung bis zu 6 Wochen dauern kann. Aber auch 2 Wochen oder bis zu 3 Monate können durchaus möglich sein. Hilfreich ist hierbei immer, wenn das Kind beispielsweise schon öfter mal bei Oma und Opa Zeit ohne seine Bezugspersonen verbracht hat.

Der Austausch mit den Eltern ist mir dabei besonders wichtig. Ihr kennt euer Kind am besten und könnt mir wichtige Hinweise zu seinen Gewohnheiten, Bedürfnissen und Vorlieben geben. Gemeinsam können wir so immer besser verstehen, was das Kind gerade braucht.

Mein Ziel ist nicht, dass ein Kind möglichst schnell „alleine bleibt“. Mein Ziel ist, dass es sich irgendwann sicher genug fühlt, um gerne zu bleiben.

Voreingewöhnung

Ankommen beginnt nicht erst am ersten Betreuungstag.

Deshalb lade ich das Kind bereits einige Wochen vor Beginn der eigentlichen Eingewöhnung gemeinsam mit seiner Bezugsperson zu regelmäßigen Kennenlerntreffen ein.

Bei diesen Treffen darf das Kind ganz in Ruhe die anderen Kinder, die Räume, meinen Garten und mich kennenlernen. Es kann beobachten, spielen und erste Erfahrungen sammeln – ohne den Druck, sich schon von seiner vertrauten Bezugsperson trennen zu müssen.

Dafür sind wöchentliche Treffen von etwa eineinhalb Stunden vorgesehen.

So kann aus dem zunächst fremden Ort nach und nach ein vertrauter Ort werden.

Denn Vertrauen braucht Zeit – und die möchte ich jedem Kind geben.

„Wo Kinder sich sicher fühlen, können sie mutig die Welt entdecken.“