Familiär. Individuell. Inklusiv.


Kinder dürfen Kinder sein
Kinder brauchen Zeit zum Spielen, Ausprobieren, Staunen und eigenen Entdeckungen. Sie dürfen Fehler machen und in ihrem eigenen Tempo lernen.
Draußen ist für mich mehr als ein Ort zum Spielen – es ist ein ganz besonderer Lern- und Erfahrungsraum.
Ob Sonnenschein, Regen oder Schnee: In der Natur gibt es jeden Tag etwas Neues zu entdecken. Wir springen in Pfützen, beobachten Tiere, sammeln Stöcke, Steine, Blätter und Kastanien und erleben dabei ganz selbstverständlich die Veränderungen der Jahreszeiten.
In unserer Umgebung gibt es dafür besonders viel zu entdecken. Obstfelder, Wiesen, Tiere und die Natur direkt vor unserer Haustür laden zum Beobachten, Staunen und Forschen ein. Wir schauen, was wächst, welche Tiere wir entdecken können und was sich mit den Jahreszeiten verändert.
Auch mein eigener Garten wird dabei zum kleinen Abenteuerspielplatz: Wir pflanzen Obst, Gemüse und Kräuter an, kümmern uns gemeinsam darum und erleben, wie aus einem kleinen Samen etwas wächst. Wenn wir schließlich selbst ernten und probieren können, wird gesunde Ernährung zu einer ganz unmittelbaren Erfahrung.
Dabei lernen die Kinder mit allen Sinnen: Sie fühlen den Sand zwischen ihren Fingern, spüren Regen auf der Haut, riechen frische Kräuter, hören Vogelgezwitscher und Blätter im Wind und entdecken unterschiedliche Farben, Formen und Oberflächen.
Naturpädagogik


Partizipation und Kinderrechte
Kinder werden ernst genommen, ihre Ideen und Bedürfnisse werden gehört und sie dürfen – ihrem Alter entsprechend – Entscheidungen mitgestalten.
Auch kleine Kinder haben eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Vorstellungen. Deshalb möchte ich ihnen im Alltag möglichst viele Möglichkeiten geben, sich einzubringen und Entscheidungen selbst zu treffen.
Das beginnt bei ganz einfachen Dingen: Was möchte ich spielen? Mit wem möchte ich spielen? Welches Buch möchte ich anschauen? Welches Essen möchte ich probieren? Auch bei unseren täglichen Aktivitäten dürfen die Kinder ihre Wünsche und Ideen einbringen.
Für die Kleinsten nutze ich dabei auch Bildkarten, sodass sie sich bereits beteiligen können, bevor sie ihre Wünsche mit Worten ausdrücken können. Beim Essen dürfen die Kinder selbst entscheiden, was sie tatsächlich essen möchten. Sie bekommen die Möglichkeit, Lebensmittel immer wieder kennenzulernen – durch Anschauen, Riechen, Fühlen, Probieren oder einfach nur Sehen.
Partizipation bedeutet für mich nicht, dass Kinder alles entscheiden. Es bedeutet, dass ihre Stimme zählt und ihre Bedürfnisse ernst genommen werden.




Kinder verstehen, bevor die ersten Worte kommen.
Die Babygebärdensprache ermöglicht Kindern, Bedürfnisse und Interessen frühzeitig zusätzlich zur gesprochenen Sprache auszudrücken und besser verstanden zu werden. Ich setze sie als unterstützendes Kommunikationsangebot ein.
Kinder möchten sich mitteilen, lange bevor sie sprechen können. Mit einfachen Gebärden können sie ihre Wünsche, Bedürfnisse und Gedanken ausdrücken und erleben dabei: Ich werde verstanden.
Auch im Alltag bei den Grashüpfern können uns kleine Gebärden begleiten – zum Beispiel beim gemeinsamen Anschauen von Büchern, bei Liedern, draußen in der Natur oder in wiederkehrenden Alltagssituationen.
Dabei geht es nicht darum, dass ein Kind Gebärden „lernen muss“. Sie sind vielmehr eine zusätzliche Möglichkeit, sich mitzuteilen – spielerisch, freiwillig und passend zur Entwicklung des Kindes.
Babygebärdensprache




Inklusion
Jedes Kind ist einzigartig. Unterschiedliche Bedürfnisse, Fähigkeiten und Entwicklungstempi gehören selbstverständlich zur Gruppe. Ziel ist, dass jedes Kind dazugehört und sich angenommen fühlt.
Inklusion bedeutet für mich, dass Kinder nicht erst in eine bestimmte Form passen müssen. Jedes Kind darf so sein, wie es ist, und bekommt die Unterstützung, die es für seine individuelle Entwicklung benötigt.
Grundsätzlich ist jedes Kind willkommen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder Behinderung. Meine Räume sind barrierefrei eingerichtet und Spielmaterialien können an die jeweiligen Bedürfnisse der Kinder angepasst oder erweitert werden.
Besonders wichtig ist mir dabei, die individuellen Möglichkeiten und Bedürfnisse eines Kindes kennenzulernen und gemeinsam mit den Eltern zu schauen, welche Unterstützung es braucht.
Vielfalt gehört für mich ganz selbstverständlich zum gemeinsamen Alltag.
Bindung vor Bildung
Eine sichere, vertrauensvolle Beziehung ist die Grundlage dafür, dass Kinder neugierig die Welt erkunden und von ihr lernen können. Geborgenheit und Beziehung stehen deshalb an erster Stelle.
Kinder können sich erst auf ihre Umgebung einlassen, neugierig sein und lernen, wenn sie sich sicher und geborgen fühlen. Deshalb steht für mich die Beziehung zum Kind an erster Stelle.
Ich möchte die Kinder nicht mit möglichst vielen Angeboten „beschäftigen“. Viel wichtiger ist mir, ihnen Zeit zu geben, ihre eigenen Interessen zu verfolgen, selbst auszuprobieren und in ihrem eigenen Tempo Erfahrungen zu sammeln.


